Feiertage

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Feiertage

Beitragvon Sebastian Hochwarth » 17. Februar 2009, 22:56

Da unsere Gesellschaft schon lange eine gemischte religiöse Prägung hat und der größte Teil wahrscheinlich ohnehin Atheisten sind bin ich für die Abschaffung der bundeseinheitlichen Religiösen Feiertage.
Als Ersatz sollte der gesetzliche Mindesturlaubsanspruch um diese acht Tage erhöht werden. Als Kompromiss wäre es auch akzeptabel, dass Betriebe verpflichtet werden, den Urlaub an den ehemaligen Feiertagen auf Wunsch zu gewähren.

Als atheistischer Musiker fühle ich mich diskriminiert. Meine Hauptarbeitstage liegen am Wochenende, also auch am Karfreitag. Es kann nicht sein, dass ich ein staatlich verordnetes Arbeitsverbot bekomme ohne Verdienstausgleich. Zur Anmerkung: An Karfreitag und Totensonntag gibt es ein Livemusik und Tanzverbot.
Ich halte niemanden davon ab an diesem Tag wegen seines Glaubens den ganzen Tag zu weinen und in der Kirche traurige Lieder zu singen. Verstehen kann ich das zwar nicht aber akzeptieren. Ich kann aber nicht akzeptieren, dass ich wegen der Minderheit der praktizierenden Christen meines Grundrechts auf Arbeitsfreiheit und Religionsfreiheit beraubt werde.

Auch diese Punkte sollten in das Wahlprogramm aufgenommen werden.
Sebastian Hochwarth
 

Re: Feiertage

Beitragvon Gast » 22. Februar 2009, 17:05

Unsere Gesellschaft ist ganz klar religös und christlich geprägt.
Ich bin entschieden gegen atheistische Prägungen.

Die Menschen haben Rituale und eine Zusammengehörigkeit und Solidarität im Glauben.
Die Bibel ist die wichtigste Orientierung für die Menschheit.

Der Welt wurde von Gott geschaffen. Der siebte Tag ist Ruhetag und die wichtigsten christlichen Feiertage haben Tradition und bedürfen der freien Zeit, um diese Traditionen zu pflegen. Ostern, Pfingsten, Himmelfahrt und Weihnachten.

Alle Religionen haben Traditionen und brauchen dafür freie Zeit.

Denen, die keinen Glauben haben, fehlt Orientierung. :arrow:
Gast
 

Re: Feiertage

Beitragvon Sebastian Hochwarth » 23. Februar 2009, 10:20

Sehr geehrter "Gast",

ich muss Ihnen deutlich widersprechen. Eine religiöse Prägung der Gesellschaft gab es in der ein oder anderen Form zwar schon immer, allerdings wurden die von Ihnen angesprochenen christlichen Rituale aus dem Haidentum übernommen. (Weihnachten --> Midwinter / Ostern - Ostara /...)

Gerne können wir auf privater Ebene eine religiöse Grundsatzdiskussion führen, ich sehe dies aber nicht als Sinn und Zweck eines politischen Forums. Aus diesem Grund gehe ich auch nicht weiter auf Ihre provokative Äußerung ein "Der Welt wurde von Gott geschaffen. Der siebte Tag ist Ruhetag und die wichtigsten christlichen Feiertage haben Tradition und bedürfen der freien Zeit, um diese Traditionen zu pflegen. Ostern, Pfingsten, Himmelfahrt und Weihnachten.". auch wenn ich in diesem Punkt vollkommen anderer Meinung bin.

In einem Punkt muss ich Ihnen allerdings Recht geben: "Alle Religionen haben Traditionen und brauchen dafür freie Zeit."
Aus diesem Grund habe ich den erhöhten Mindesturlaubsanspruch ins Spiel gebracht. Sie können Ihre Feiertage nach wie vor feiern wie es Ihren Ritualen und Bräuchen angemessen ist, allerdings ohne Andersgläubige durch einen Feiertagszwang zu diskriminieren.

Da sich die christliche Kirche in der Öffentlichkeit gerne als tolerant darstellt, sollte es doch kein Problem sein, Andersgläubigen auch wirkliche Toleranz entgegenzubringen.

Zum Schluss kann ich Ihnen noch versichern, daß ich in keinster Weise orientierungslos bin. Mir fehlt auch nichts, weil ich nicht an Gott glaube und meine ethisch moralischen Vorstellungen stellen die Praktiken vieler Christen in den Schatten. Ich verkünde meine Überzeugung nicht nur, ich lebe sie sogar.

Sebastian Hochwarth :twisted:
Sebastian Hochwarth
 


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