Zivilrecht

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Beitragvon MatthiasDilthey » 11. Januar 2012, 22:23

In Zeiten der immer weiter auseinander driftenden wirtschaftlichen Macht von Unternehmungen und Bürgern ist das Zivilrecht gefordert, für ausgeglichene Verträge Sorge zu tragen.

Allzu oft können sich Banken, Immobilien-Haie und Konzerne durch „schlitzohrige“ Verträge gegen jegliches Rechtsgefühl durchsetzen.

Unsichere Arbeitsplätze und allzu geringe Einkommen breiter Gesellschaftsschichten machen ein Umdenken im Schuldrecht notwendig.

Die bisherige Praxis, überfällige Forderungen auf Kosten der Schuldner an Anwälte und Inkassobüros zum Einzug zu übertragen, benachteiligt den Schuldner unangemessen und ist vielfach daran schuld, wenn aus einer finanziellen Krise der absolute Ruin des Schuldners wird.

Unternehmen haben die Möglichkeit, ihre Leistungen gegen Barzahlung abzuwickeln. Wenn sie gegen Kredit liefern, so machen sie das, um ihren Absatz und Gewinn zu steigern, nicht um dem Kunden einen Gefallen zu tun. Unter diesem Hintergrund, dann diese oft unverschuldet in Not geratene, durch überzogene Zinsen und Kosten gänzlich zu ruinieren, ist mehr als zu mißbilligen.

Zumindest muß dem Schuldner die Möglichkeit gegeben werden, sich dieser Inkassolasten zu entziehen, in dem er die Forderung anerkennt und seine Zahlungsunfähigkeit bekundet.
„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”
(Jean-Claude Juncker erklärt seinen EU-Kollegen die Demokratie)
MatthiasDilthey
 
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