Energiegewinnung und Einsparung

Energiegewinnung und Einsparung

Beitragvon MatthiasDilthey » 11. Januar 2012, 22:52

Wie bei allen politischen Maßnahmen, ist auch beim Umweltschutz die Auswirkung jeder Maßnahme auf das Ganze zu bedenken. Dieses ganzheitliche Denken, das auch Langzeitauswirkungen berücksichtigt, fehlt bei fast allen in den letzten Jahren getroffenen politischen Entscheidungen und Konzepten.

Es ist das Anliegen der PsgD, dem entgegenzuwirken.

Gerade bei der Energiegewinnung ist dieser Denkansatz unabdingbar, um Fehlentwicklungen zu vermeiden.

Als Beispiel soll hier die Photovoltaik dienen:

Unter Berücksichtigung aller Faktoren erzeugt eine Solarzelle, über die gesamte Lebensdauer gerechnet, in unserer geographischen Lage nur mal gerade soviel Energie, wie zur Herstellung der Anlage benötigt wird. Und obendrein fallen bei der Herstellung der Anlage jede Menge umweltschädlicher Abfälle und Emissionen an. Trotzdem wird diese Technologie mit Millionen subventioniert.

Ähnlicher Unfug wird mit der Subvention von Windrädern betrieben.

Sicher haben beide Technologien ihre Berechtigung, aber nicht zum Ersatz atomarer oder konventioneller Kraftwerke.

Der Schlüssel zur zukunftsträchtigen Energiegewinnung ist ein Mix aus thermischen Solaranlagen und Geothermie. Beide Energiequellen stehen praktisch unbegrenzt zur Verfügung, schädigen nicht die Umwelt, sind kostenlos und sind überall vorhanden.

Geothermie? Geothermie ist das Ausnützen der natürlichen Wärme im Erdinneren. Dazu werden zwei Bohrlöcher ca. 4 km tief in den Boden gebohrt, in das eine wird Wasser hinein gepresst, das dann unter starkem Druck mit 200°C - 300°C erwärmt durch das zweite Bohrloch emporsteigt und eine Turbine zur Stromerzeugung antreibt.

Anschließend kann (muß aber nicht, im Gegensatz zum AKW) das Wasser für Fernheizzwecke weiter gekühlt werden und wird dann wieder in das erste Bohrloch gepumpt.

Außerdem stellt dieses Verfahren auch so genannte Prozesswärme z.B. für die chemische Industrie zur Verfügung.

Da die Erdwärme praktisch unbegrenzt und kostenlos zur Verfügung steht, ist die großtechnische Herstellung von Wasserstoff relativ unproblematisch. Dieser Wasserstoff ersetzt dann die bisherigen Energieträger Öl, Benzin, Erdgas und Kohle, ohne dabei schädliche Abgase zu erzeugen. In Verbindung mit einem Abgaskatalysator kommt lediglich Wasserdampf aus dem Schornstein oder Auspuff.

Bedenkt man, daß die Erdölreserven nur noch (je nach Entwicklung von China) 30 -50 Jahre halten, ist es zur Einführung neuer, umweltgerechter Energiegewinnungen allerhöchste Zeit.

Wirtschaftlich würde sich die Entwicklung der Geothermie sehr schnell als Exportschlager erweisen und somit einen weiteren Pluspunkt bringen.

Außenpolitisch bürgt die Unabhängigkeit vom Erdöl Vor- und Nachteile: Wir werden autark, den OPEC-Staaten bricht jedoch die Haupteinnahmequelle weg.

Im Interesse des Weltfriedens dürfen wir dann die OPEC-Staaten nicht im Regen stehen lassen, sondern müssen diesen existenzbedrohenden Einnahmeverlust durch geeignete Mittel abfedern.

Auch wenn durch die Einführung neuer Energiegewinnungstechnologien das Energiesparen etwas in den Hintergrund treten darf, ist sparsamer Umgang mit Energie schon aus Abwärmegesichtspunkten notwendig.

Die schon heute eingeschlagenen Wege müssen konsequent fortgesetzt und weiterentwickelt werden.

Dazu zählen z.B. die weitere Verbreitung thermischer Solarkollektoren zur Brauchwassererwärmung, Gebäudeisolierungen und vernünftige architektonische Lösungen bei Neubauten, die Entwicklung energiesparender Verkehrslösungen.

Viele heutige Konzepte lassen den ganzheitlichen Gedanken fehlen. Ein Beispiel gibt die Wertstoffsammlung:

In vielen Gemeinden müssen die Bürger ihre Plastikabfälle selber zur Sammelstelle bringen. Da dies meist mit dem PKW geschieht, wird der Rohstoff- und Energieeinsparungseffekt stark gemindert oder sogar umgekehrt.

Alle umweltrelevanten Aktionen sind unter dem Gesichtspunkt der Ganzheitlichkeit zu überprüfen und müssen ggf. korrigiert werden.
„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”
(Jean-Claude Juncker erklärt seinen EU-Kollegen die Demokratie)
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