Steuern und Abgaben

Steuern und Abgaben

Beitragvon MatthiasDilthey » 11. Januar 2012, 23:12

Eine der großen Fehlentwicklungen in unserem Steuersystem besteht in der Besteuerung der menschlichen Arbeit.

Arbeiten zu können und dürfen zählt zu den elementarsten Grundrechten der Menschen wie die Luft zum Atmen. Und diese Grundrechte zu besteuern ist menschenverachtend.

Zumal Arbeit keinen Beitrag zum Staatsgefüge leistet! Erst die Produktivität leistet den gesellschaftlich notwendigen Beitrag.

Einen beispielhaften Beleg dafür finden wir in der Landwirtschaft. Stellen wir uns einen Bauern vor, der ein halbes Jahr hart auf seinen Feldern gearbeitet hat und kurz vor der Ernte vernichtet ein Unwetter die Früchte seiner Arbeit.

Er hat viel gearbeitet, erzielt aber unverschuldet keine Produktion. Jedoch soll der Bauer für seine Landwirtschaftshelfer Sozialabgaben und Steuern zahlen?

Entdeckt derselbe Bauer jedoch auf seinem Acker rein zufällig eine Erdölquelle, so hat er ohne viel Arbeit eine riesige Produktivität und ein riesiges Einkommen, ohne dafür nennenswert Lohnsteuern oder Sozialabgaben zahlen zu müssen.

Diese beiden Beispiele zeigen die Widersinnigkeit der Besteuerung des Faktors Arbeit.

Nachdem aber Lohnsteuern und Sozialabgaben nicht ersatzlos gestrichen werden können, bietet sich eine Umlage auf die MwSt an. Lohn- bzw. Einkommensteuer sind progressiv angelegt, um ein Mindestmaß an sozialem Ausgleich zu schaffen. Dieser soziale Ausgleich ist durch einen erhöhten MwSt-Satz auf Luxusgüter und durch eine Einbeziehung von Kapitalerträgen in das MwSt-System problemlos zu bewerkstelligen.

Sondersteuern, wie z.B. Tabak-, Branntwein- oder Biersteuer müssen überprüft und ggf. abgeschafft bzw. korrigiert werden.

Die Öko-Steuer mit ihren vielen Ausnahmen verzerrt die Wettbewerbssituation.

Wollen wir eine umweltverträgliche Politik machen, so müssen die Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden. Es kann nicht angehen, daß Flugbenzin anders besteuert wird als der Strom für die Bahn oder der Treibstoff für Autos und Busse. Einen Lösungsansatz würde eine gleichmäßige Besteuerung der Primärenergie auf nichterneuerbare Energieträger wie Erdöl bieten.

Im Übrigen sollten Steuern, Gebühren und Abgaben nach dem Verursacherprinzip ermittelt und erhoben werden.

Eine Vereinfachung der Verwaltung und eine dadurch erzielbare Kostensenkung ist unabdingbar.
„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”
(Jean-Claude Juncker erklärt seinen EU-Kollegen die Demokratie)
MatthiasDilthey
 
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